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Sorge um Flugsicherheit: Immer mehr Gesellschaften setzen Flüge nach Tel Aviv aus

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Sorge um Flugsicherheit: Immer mehr Gesellschaften setzen Flüge nach Tel Aviv aus

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Nachdem am Dienstag eine Hamas-Rakete auch in der Nähe des Ben Gurion Airport einschlug, setzen immer mehr Gesellschaften ihre Linienflüge zum größten israelischen Flughafen aus.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit empfielt die Streichung von Flügen, während ihr US-pendant amerikanische Flüge mit Ziel Ben Gurion am Dienstag für 24 Stunden ganz untersagte.

In Israel sorgen die Bedenken um die Sicherheitslage für Chaos: “Ich wollte abfliegen, erst war mein Flug verzögert und dann wurde er abgesagt”, so ein Mann im Wartebereich Flughafens Ben Gurion. “Dann gab es einen Bombenalarm, der ganze Flughafen rannte zu den Bunkern. Es war beängstigend.”

“Sie sagten nur, der Flug sei gestrichen – aus betriebsbedingten Gründen, mehr nicht”, erzählte ein anderer Fluggast. “Als ich dann anrief, sagten sie, es gäbe keine anderen Flüge. Jetzt versuche ich, einen El-Al-Flug zu bekommen.” Ob er wisse, warum der Flug gestrichen wurde? “Natürlich weiß ich, warum.”

Das israelische Transportministerium kritisierte die vorbeugende Maßnahme als Sieg für den Terrorismus. Aus israelischen Regierungskreisen hieß es, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe US-Außenminister John Kerry am Dienstag darum gebeten, sich für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs einzusetzen.

Gesellschaften wie Air France und Lufthansa wollen die Sicherheitslage täglich neu bewerten.