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UN-Menschenrechtskommissarin spricht von "möglichen Kriegsverbrechen" in Gaza

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UN-Menschenrechtskommissarin spricht von "möglichen Kriegsverbrechen" in Gaza

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Angesichts der vielen getöteten Zivilisten im Gazastreifen hat UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay bei einer Dringlichkeitssitzung in Genf von möglichen Kriegsverbrechen gesprochen. Sie verurteilte die “wahllosen Angriffe” der Hamas auf Wohngebiete in Israel und zweifelte an, dass Israel alles tue, um zivile Opfer zu vermeiden. Jede Warnung vor einem Angriff müsse den Menschen, darunter Alten und Kranken, auch die Zeit zur Flucht geben. Oft vergingen aber nur wenige Minuten bis zum Bombardement. Pillay sagte: “Israel, die Hamas und alle militanten Palästinenser müssen sich an internationales Recht halten und die Menschenrechte achten. Es scheint eine starke Möglichkeit zu geben, dass das humanitäre Völkerrecht in einer Weise gebrochen wurde, die Kriegsverbrechen darstellen könnte”. Ziel der inzwischen gut zweiwöchigen israelischen Offensive ist es, die Infrastruktur der Hamas wie Raketenabschussrampen, Waffenschmieden und vor allem unterirdische Tunnel zu zerstören.