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100 Tage nach Schulmädchen-Massenentführung: Dutzende Tote bei Bombenanschlägen in Nigeria

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100 Tage nach Schulmädchen-Massenentführung: Dutzende Tote bei Bombenanschlägen in Nigeria

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Unbekannte haben in Nigeria bei zwei Bombenanschlägen mindestens 82 Menschen getötet. Die Explosionen ereigneten sich in der Stadt Kaduna, etwa 200 nördlich der Haupstadt Abuja.

Sie galten offenbar zwei prominenten Persönlichkeiten. Ein Selbstmordattentäter griff den gemäßigt-islamischen Prediger Dahiru Bauchi an, der auf einem Markplatz mit tausenden Anhängern zusammengekommen war. Der zweite Anschlag galt dem ehemaligen Präsidenten Muhammadu Buhari, der in einem gepanzerten Geländewagen unterwegs war. Beide blieben unververletzt.

Noch hat sich niemand zu den Anschlägen bekannt. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Taten auf das Konto der Boko Haram gehen.

Am Vortag hatte die Nation der Verschleppung von mehr als 200 Schuldmädchen durch Boko-Haram-Rebellen gedacht, die nun mehr als 100 Tage zurückliegt. Präsident Goodluck Jonathan kam dabei erstmals mit Angehörigen sowie einigen Mädchen zusammen, denen die Flucht gelungen war.