Eilmeldung

Eilmeldung

General Motors sieht Entschädigungen ins Auge

Sie lesen gerade:

General Motors sieht Entschädigungen ins Auge

Schriftgrösse Aa Aa

General Motors greift für die Entschädigung von Opfern des jahrelang verschleppten Zündschloss-Rückrufs tief in die Tasche. Der Opel-Mutterkonzern legt 300 Millionen Euro dafür zur Seite. Die benötigte Summe könne letztlich aber auf knapp 450 Millionen Euro steigen, fürchtet GM. Das seien ganz grobe Schätzungen.

Die veranschlagten Kosten für die Reparaturen plus die Entschädigungen ließen den Konzerngewinn im zweiten Quartal auf
unterm Strich 140 Millionen Euro einbrechen. Vor einem Jahr zur gleichen Zeit noch 890 Millionen Euro verdient. Der Konzernumsatz stieg leicht auf 29,4 Milliarden Euro.

Die Rückrufe hatten dem Konzern schon das erste Quartal verhagelt. Für mögliche künftige Rückrufe kalkuliert GM vorsichtshalber rund 670
Millionen Euro ein.

GM-Ingenieure hatten etwa ein Jahrzehnt lang Anzeichen für Mängel bei 2,6 Millionen Kompaktwagen ignoriert. Die Zündschlüssel konnten bei voller Fahrt in die “Aus”-Position zurückspringen. GM selbst geht von 13 Toten bei Unfällen aus. Die Opferzahl könnte aber noch deutlich höher sein.

Der Skandal hatte die neue GM-Chefin Mary Barra dazu veranlasst, Fahrzeuge des Konzerns systematisch auf Fehler hin zu untersuchen.

Mittlerweile gibt es bei General Motors 60 einzelne Rückrufaktionen für annähernd 29 Millionen Autos weltweit.

su mit dpa