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Hinrichtung in Arizona: "Irgendetwas funktioniert nicht"

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Hinrichtung in Arizona: "Irgendetwas funktioniert nicht"

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Die Hinrichtung des 55-jährigen Joseph Wood im US-Staat Arizona ist nicht wie vorgesehen verlaufen. Die Giftspritze führte nicht – wie eigentlich geplant – innerhalb von zehn Minuten um Tod. Die Mischung aus Hydromorphon und Midazolam hätte schnell wirken sollen, doch Wood kämpfte zwei Stunden mit dem Tod. Astrid Galvan, anwesend als Vertreterin der Presse, sagte: “Es war furchtbar, denn es dauerte viel länger als wir dachten. Wir schauten uns alle gegenseitig an, die Verteidiger, die Vertreter der Medien. Wir konnten nicht begreifen, warum es so lange dauerte.” Medien berichteten, der Rolladen zum Publikum wurde geschlossen, nachdem der Gefangene röchelnd gesagt haben soll: “Irgendetwas funktioniert nicht.”

Wood hatte 1989 seine Ex-Freundin und deren Vater erschossen. Richard Brown, ein Verwandter der Mordopfer, erklärte: “Die Medien bauschen das jetzt wieder auf. Dieser Mann hat eine schreckliche Tat begangen und die Medien sorgen sich darum, ob die Medikamente bei ihm wirken oder nicht. Warum haben wir ihn nicht gleich erschossen.”

Immer wieder gibt es bei Hinrichtungen ernsthafte Probleme, auch wenn eine der anderen Methoden gewählt wird, wie Gaskammer oder Erhängen. Wie immer bei Exekutionen in den USA waren Gegner der Todesstrafe vor dem Gefängnis.