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Massendemonstrationen gegen Israel am Al-Kuds-Tag - Proteste auch in Berlin

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Massendemonstrationen gegen Israel am Al-Kuds-Tag - Proteste auch in Berlin

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Zum Al-Kuds-Tag hat es im Iran Massendemonstrationen gegen Israel und für Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen gegeben. Dem staatlichen iranischen Fernsehen zufolge nahmen landesweit Millionen an den staatlich organisierten Demonstrationen am Freitag teil. In Teheran waren Parolen wie “Tod für Israel” und “Gaza, ich bin bei euch, ignoriert Ban Ki-Moon” zu hören. Der UN-Generalsekretär hatte wiederholt an beide Seiten appelliert, sich auf einen Waffenstillstand zu einigen.

Nach Auffassung des stellvertretenden Kommandeurs der iranischen Revolutionsgarden wird es keinen Frieden mehr im Nahen Osten geben. “In Palästina wird es keine Ruhe mehr geben”, sagte Hossein Salami am Rande der Proteste. Letztendlich werde die islamische Welt den Nahen Osten “zum Friedhof der Amerikaner und Zionisten umwandeln”, so der General.

Auch im Irak sowie der afghanischen Hauptstadt Kabul gab es zum Al-Kuds-Tag Proteste. Der Tag wird am letzten Freitag des Ramadan in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens begangen. Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini hatte ihn vor 35 Jahren als internationalen muslimischen Solidaritätstag für die Palästinenser ins Leben gerufen. Er rief 1979 dazu auf, Jerusalem, arabisch: Al-Kuds, von den zionistischen Besatzern zu befreien.

In Berlin und anderen europäischen Städten waren an diesem Tag vor dem Hintergrund der israelischen Militäroffensive in Gaza ebenfalls Proteste angesetzt. Behörden warnten im Vorfeld vor antisemitischer Propaganda. Bei Protesten in den vergangenen Tagen war es bereits zu judenfeindlichen Äußerungen gekommen.