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MH-17: Niederlande fordern internationale Polizeitruppe

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MH-17: Niederlande fordern internationale Polizeitruppe

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Eine Woche nach dem Flugzeugabsturz in der Ostukraine sind am Donnerstag weitere 74 Särge mit Opfern in den Niederlanden eingetroffen. Unter der Anteilnahme der Bevölkerung wurden sie vom Flughafen Eindhoven zu einer Militärbasis bei Hilversum transportiert. Dort sollen die Opfer identifiziert werden.

In Charkiw in der Ostukraine, wo der mutmaßliche Abschuss von Flug MH-17 stattfand, gehen die Untersuchungen unterdessen weiter. Ukrainische Truppen und prorussische Separatisten lieferten sich dort weiter
Gefechte, die internationalen Ermittler wurden außerdem von Unbekannten massiv behindert. Die Niederlande fordern deshalb eine internationale Polizeitruppe, die den Ermittlern sicheren Zugang zur Absturzstelle verschaffen soll.

Da seien Verrückte, die die Ermittler von der Untersuchung abhalten wollten, sagte der Chef der niederländischen Polizeimission, Jan Tuinder. Es sei sehr schwierig, zur Absturzstelle zu kommen. Man könne diese Leute als Terroristen bezeichnen oder als Kriminelle, aber grundsätzlich sei das fast das Gleiche.

Beobachter der OSZE und Experten aus Malaysia und Australien konnten die Unglücksstelle inzwischen besuchen und die Lage von Wrackteilen dokumentieren. Ermittler des niederländischen Sicherheitsrats, der die internationale
Untersuchung des Absturzes leitet, können jedoch noch immer nicht zu der Stelle, da ihre Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Bei dem mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Boeing über der Ostukraine waren vor einer Woche 298 Menschen getötet worden. 193 von ihnen stammten aus den Niederlanden.