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Ukraine-Krise, Inflation - Russlands Leitzins steigt

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Ukraine-Krise, Inflation - Russlands Leitzins steigt

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Russlands Zentralbank hat den
Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 8 Prozent angehoben. Auch unter dem Druck der Ukraine-Krise sollen im ersten Halbjahr 73 (2013 insgesamt: 63)Milliarden US-Dollar aus Russland abgeflossen sein.

Außerdem war die Inflationsrate im Juni mit 7,8 Prozent weit über das Ziel der Notenbank, 6,5 Prozent, hinausgeschossen – Pessimisten schließen Ende des Jahres eine zweistellige Teuerungsrate nicht aus. “Dieser Beschluss wird Voraussetzungen für eine Senkung auf mittelfristig vier Prozent schaffen”, hofft die Zentralbank nach Medienberichten und schloss weitere Steigerungen nicht aus, sollten negative geopolitische Faktoren die Geldpolitik belasten.

Dabei könnte die Konjunktur einen Anschub durch niedrigere Zinsen durchaus gebrauchen.

Der Internationale Währungsfonds sieht im laufenden Jahr eine Wachstumsdelle in Russland und kappte die Wachstumsaussichten von 1,3 auf 0,2 Prozent – Schwellenländer wie Russland aber wachsen per Definition weit stärker als etwa die OECD mit ihren 2,2 prognostizierten Prozent im laufenden Jahr.

Noch nicht das übelste Szenario.

“Verschärfte Sanktionen könnten die Wachstumsrate Russlands weiter beschädigen,” warnt Olivier Blanchard, Chefökonom des Internationalen Währungsfonds.

Die USA haben ihre Sanktionen jüngst verschärft, die EU berät darüber. Russland wird vorgeworfen, die Separatisten im Osten der Ukraine zu unterstützen.

Analysten hatten eher damit gerechnet, dass der Leitzins unverändert bei 7,5 Prozent bleibt.

su mit Reuters