Eilmeldung

Eilmeldung

UN erheben schwere Vorwürfe gegen Israel

Sie lesen gerade:

UN erheben schwere Vorwürfe gegen Israel

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem verheerenden israelischen Angriff auf eine UN-Schule im Gazastreifen hat das UN-Flüchtlingshilfswerks für Palästina (UNRWA) schwere Anschuldigungen gegen Israel erhoben. Bei dem Artillerieangriff auf die Schule in Bait Hanun im nördlichen Gazastreifen waren 15 Personen getötet und etwa 200 verletzt worden. Es war bereits der vierte Angriff auf eine UN-Einrichtung im Gazastreifen.

“Dies sind Menschen, die in einer ausgewiesenen UN-Zone Schutz gefunden hatten. Den Konfliktparteien, insbesondere den Israelis, wurden präzise GPS-Daten gegeben. Sie wussten genau, was da vor sich geht und trotzdem ist das passiert”, klagt UNRWA-Sprecher Chris Gunness.

Israel wies die Vorwürfe zurück. Die israelische Armee teilte mit, die Betreiber der Schule seien vor dem Angriff aufgefordert worden, das Gebäude zu räumen. Die Hamas habe die Zivilisten aber daran gehindert, die Schule zu verlassen.

“Wieso gehen die Kampfhandlungen weiter? Warum sehen wir diese Bilder? Es gibt eine einfache Erklärung, die uns von den Außenministern der EU in ihrer Stellungnahme vor einigen Tagen gegeben wurde. Die Hamas nutzt ihre eigene Bevölkerung, die Palästinenser als menschliche Schutzschilde”, erklärte der Sprecher des israelischen Außenministeriums Yigal Palmor.

Seit Beginn der israelischen Offensive sind mehr als 750 Palästinenser getötet worden. Über 140.000 haben wegen der Kampfhandlungen ihre Wohnungen verlassen.

Auf israelischer Seite fielen 32 Soldaten. Drei israelische Zivilisten wurden bei den Raketenangriffen der Hamas getötet.