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Ebola-Epidemie breitet sich nach Nigeria aus

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Ebola-Epidemie breitet sich nach Nigeria aus

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In Guinea fing es an, jetzt gibt es in Nigeria den ersten bestätigten Ebola-Toten: Der 40-jährige Mann aus Liberia, der am Donnerstag positiv auf den Erreger getestet wurde, ist gestorben. 30 weitere Personen, die Kontakt mit dem Mann hatten, stehen im Verdacht, sich möglicherweise mit Ebola infiziert zu haben.

Seit Februar breitet sich das Ebola-Virus in Westafrika aus. Mehr als 600 Menschen in Guinea, Liberia und Sierra Leone sind bereits gestorben – der Weltgesundheitsorganisation zufolge so viele wie nie zuvor in so kurzer Zeit. Laut der Organisation Ärzte ohne Grenzen wurden in Westafrika bislang mehr als 1000 Krankheitsfälle registriert.

Den betroffenen Staaten fehlt es an Ressourcen, um die Epidemie zu bekämpfen. Kulturelle Vorbehalte gegenüber medizinischem Personal behindern ihre Eindämmung zusätzlich.

Ebola wird durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, die Erkrankten leiden an hohem Fieber, inneren und äußeren Blutungen. Bis zu 90 Prozent der Infizierten sterben an den Folgen des Virus. In der aktuellen Epidemie liegt die Rate noch bei rund 60 Prozent. Gegen Ebola gibt es weder eine Schutzimpfung noch eine Therapie.