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Kampf gegen Ebola-Epidemie in Afrika

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Kampf gegen Ebola-Epidemie in Afrika

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Das gefürchtete Ebola-Virus hat Liberias Hauptstadt Freetown erreicht. Damit sind seit dem Ausbruch im Februar 660 Infizierte in Guinea, Liberia und Sierra Leone gestorben – laut der Weltgesundheitsorganisation sind das so viele wie nie zuvor in so kurzer Zeit. Um eine weitere Ausbreitung des gefährlichen Virus zu verhindern, wird die Bevölkerung angehalten, keine traditionellen Bestattungsriten anzuwenden und Ansteckungsfälle zu melden. Euronews-Korrespondent Fancois Chignac sprach mit Alpha Condé, dem Präsidenten Guineas: “Herr Präsident, sind Sie optimistisch, glauben Sie, dass es gelingen wird die Ausbreitung des Virus einzudämmen?”
Alpha Condé: “Ich bin zwar optimistisch, aber es gibt noch Grund zur Sorge, denn während das Virus in Guinea abebbt, nimmt es in Sierra Leone zu. Man kann das nicht verhindern. Guinea, Sierra Leone und Liberia grenzen aneinander. Und dort ist Ebola ausgebrochen. Dort ist es noch immer virulent und die Ansteckungsgefahr bleibt. Man kann also nicht wirklich optimistisch sein, solange es in den drei Ländern nicht gelungen ist, es auszurotten. Es kann jederzeit passieren, dass jemand aus Sierra Leone oder Liberia nach Guinea kommt. Trotzdem glaube ich, dass die Situation sich verbessert.”
Inzwischen wurde auch ein Fall aus Nigeria gemeldet. Das Virus wird per Tröpfcheninfektion übertragen und endet für 90 % der Erkrankten tödlich. Eine Therapie oder Impfung gibt es nicht.