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Shejaia – von Israel in Schutt und Asche gebombt

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Shejaia – von Israel in Schutt und Asche gebombt

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Besonders gelitten unter den israelischen Angriffen hat Shejaia. Der Vorort im Osten von Gaza-Stadt, zwei Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt, gilt für die israelische Armee als Hochburg der Hamas. Sechs Tage lang wurde Shejaia beschossen, in eine Trümmerwüste verwandelt. Die Palästinenser sprechen von einem Massaker. An die 100.000 Einwohner flohen vor dem Bombardement aus Shejaia. Während der Feuerpause kehrten einige zurück, um zu sehen, was aus ihren Häusern geworden ist.

“Sie haben mein Haus zerstört, möge Allah sie zerstören! All diese Leute haben mit ihrem Blut das aufgebaut. Ihr ganzes Laben lang. In einem einzigen Moment haben sie alles zerstört. Möge Allah uns beistehen und Kraft geben”, klagt eine Frau.

In einem der wenigen Häuser, die nicht zerstört wurden, hatten sich israelische Scharfschützen eingerichtet. Der Eigentümer, der uns seine Wohnung zeigt, sagt, als er floh, sei alles ordentlich gewesen.

Die Unordnung hätten die Soldaten hinterlassen, Matratzen, Türen und Mehltüten als Splitterschutz verwendet. Unter ein Fenster eine Karte mit Zielen gezeichnet. Die Sandwiches, die die Israelis zurückgelassen haben, und seine eigenen Lebensmittel will er wegschmeißen. Er fürchtet, sie könnten vergiftet worden sein.

Schon bald ist die Waffenruhe vorbei. Viele wissen, dass ihre Angehörigen noch immer unter den Trümmern begraben sind. Es wird Tage dauern, sagen die palästinensischen Behörden, bis alle geborgen worden sind.

“Es bleibt hier nur der Schutt und der Geruch des Todes. Die israelische Armee hat gestern mitgeteilt, dass es kein Problem für Familien ist, ihre Häuser während der Waffenruhe zu reparieren. Aber angesichts des Ausmaßes des Schadens, sind die Flüchtlinge von Shejaia nicht bereit, nach Hause zurückzukehren”, meint die euronews-Reporterin.