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Abgestürzte Maschine: Laut UN möglicherweise Kriegsverbrechen

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Abgestürzte Maschine: Laut UN möglicherweise Kriegsverbrechen

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Sollte die am 17. Juli in der Ostukraine abgestürzte Maschine der Malaysia Airlines abgeschossen worden sein, könnte das den Tatbestand eines Kriegsverbrechens erfüllen. Das ließ Navi Pillay, die Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen, in Genf über einen Sprecher mitteilen.

“Die Menschenrechtskommissarin hat darauf hingewiesen, dass dieser Vorfall auf ein Kriegsverbrechen hinauslaufen könnte. Sie sagte zudem, dass eine sofortige, unabhängige und effektive Untersuchung nötig sei”, so Gianni Magazzeni.

Anhaltende Kämpfe nahe der Absturzstelle zwangen Zivilisten zur Flucht und behindern weiterhin die Arbeit der Ermittler. Alexander Hug, Leiter der Delegation der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), forderte beide Seiten auf, das Feuer einzustellen und den Experten Zugang zum Ort des Geschehens zu gewähren.

“Wir wurden angehalten, weil es ganz in der Nähe Artilleriebeschuss gab. Die Kolonne wurde gestoppt, wir haben mit den Sicherheitsleuten der Volksrepublik Donezk gesprochen – währenddessen kam das Feuer näher. Ich habe dann entschieden, dass der OSZE-Trupp kehrtmacht”, sagte Hug.

In einem Bericht der Vereinten Nationen werden sowohl der ukrainischen Armee als auch den Separatisten schwere Verfehlungen vorgeworfen. So werden nach UN-Angaben auf beiden Seiten schwere Waffen in Wohngebieten eingesetzt und dadurch immer wieder Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen.