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Costa Concordia: Teures Schiffeversenken mit Toten

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Costa Concordia: Teures Schiffeversenken mit Toten

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Es war einmal ein prächtiges Kreuzfahrt-Schiff, das größte in Italien. Kosten: 450 Millionen Euro. Passagiere zahlen gut 1.000 Euro für eine Woche im Mittelmeer auf so einem Schiff.

Dann der Knall: Mitte Januar 2012 rammt die Costa Concordia einen Felsen vor der Insel Giglio im Mittelmeer, 32 Menschen sterben, darunter zwölf Deutsche.

Die Bewältigung des Schiffbruchs dürfte 2,5 mal so viel kosten wie das Schiff in neu: 1,1 Milliarden Euro.

Schon die Dimensionen des Wracks sind riesig: 290 Meter lang – das sind etwa 2,5 Fußballfelder. Auf 14 Decks tummelten sich einst bis zu knapp 5.000 Menschen – Passagiere und Besatzung.

Rund 1.000 Leute zerlegen das Schiff nun in Genua für 100 Millionen Euro – Arbeit für fast zwei Jahre. Unter Druck der italienischen Regierung nicht bei Billiganbietern in Bangladesch, Indien, Türkei oder China.

80 Prozent des Materials sollen wiederverwendet werden, allein bis zu 50.000 Tonnen Stahl.

Irreparabel beschädigt ist vermutlich der Ruf von “Carnival”, der Firma, die die Costa Concordia auf die Reise schickte.

Kapitän Francesco Schettino steht seit einem Jahr in Grosseto (Toskana) vor Gericht. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.

su mit dpa