Eilmeldung

Eilmeldung

Naher Osten: UN-Sicherheitsrat fordert sofortige humanitäre Waffenruhe

Sie lesen gerade:

Naher Osten: UN-Sicherheitsrat fordert sofortige humanitäre Waffenruhe

Schriftgrösse Aa Aa

Der UN-Sicherheitsrat hat im Nahen Osten eine sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe gefordert. Der Rat der 15 einigte sich in einer Dringlichkeitssitzung in der Nacht zum Montag mit den Stimmen aller Mitglieder auf die Erklärung. Er rief Israel und die Hamas zudem dazu auf, an einer dauerhaften Waffenruhe zu arbeiten.

Der UN-Botschafter der palästinensischen Autonomiebehörde, Rijad Mansur, forderte erneut Schutz vor Israel: “Der Status quo ist unerträglich. Es wäre auch untragbar, dahin zurückzukehren, wo wir vor dieser Aggression waren. Das Leben der Menschen in Gaza muss sich grundlegend ändern. Das wird in der Erklärung nicht berücksichtigt, was das geht angeht, sind wir enttäuscht.”

Der israelische UN-Botschafter, Ron Prosor, beschuldigte den Westen, die Hamas über Steuergelder mitzufinanzieren, dabei sei sie eine Terrororganisation, die auch ihr eigenes Volk missbrauche: “Wir haben gerade eine Erklärung des Sicherheitsrates gehört, die es auf wundersame Weise geschafft hat, weder die Hamas noch Raketen oder Israels Recht, seine Bürger zu beschützen, aufzugreifen. Jeden Tag lesen wir etwas über Al Qaida, Isis, Boko Haram oder die Hisbollah. Die Hamas ist ebenso eine extremistische und islamistische Organisation, deren Mission der Dschihad und die Vernichtung Israels ist.”

Nach einer kurzzeitigen Waffenruhe am Wochenende war es den UN und USA trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, eine Verlängerung zu erreichen. Einer Sprecherin des israelischen Militärs zufolge gebe es derzeit keine neuen Angriffe auf Hamas-Ziele. Nach einer ruhigen Nacht sei eine einzelne Rakete aus dem Gazastreifen in der Nähe der Küstenstadt Aschkelon eingeschlagen. Die Truppen würden aber weiter Tunnel zerstören, so ein weiterer Sprecher. Wenn es Angriffe gebe, würden die Soldaten reagieren.