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Energie wird knapp: In Gaza geht das Licht aus

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Energie wird knapp: In Gaza geht das Licht aus

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Das einzige Elektrizitätswerk im Gazastreifen ist zerstört worden. Nach palästinensischen Angaben nahmen israelische Panzer das Werk unter Feuer und trafen unter anderem einen Treibstofftank. Von der israelischen Armee wurde ein derartiger Angriff nicht bestätigt.

Da das Werk weite Teile des Gazastreifens mit Strom versorgte, ist nach Angaben der palästinensischen Behörden mit erheblichen Engpässen zu rechnen – auch in Krankenhäusern.

“Es wird erwartet, dass uns der Strom ausgeht, denn die Reserven reichen nur noch für einige Tage. Das gefährdet mehrere Abteilungen. Vor allem der Betrieb auf der Intensivstation, der Dialysestation, der Kinderstation und in mehreren Operationsstationen droht zusammenzubrechen”, sagt Yousef Abu el Rish vom Gesundheitsministerium.

Mohammad Saad, ein Dialysepatient, erläutert, welche Konsequenzen es für seine Gesundheit hat, wenn die Energie knapp wird:

“Wenn es keinen Strom gibt, kann ich nicht behandelt werden. Ich werde Atemprobleme bekommen und kann mich dann nicht mehr bewegen. Was sollen wir machen, wenn der Strom weg ist? Wir gehören Gott und werden zu ihm zurückkehren”, sagt er.

Bis zu 200 neue Patienten muss das Al-Shifa-Krankenhaus derzeit täglich aufnehmen. Schon bevor das Elektrizitätswerk in Flammen aufging, wurde der Strom rationiert, teilweise auf acht Stunden pro Tag. Ein Drittel seiner Energie erhält der Gazastreifen übrigens aus Israel.