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Erstes Ebolaopfer stirbt in Nigeria

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Erstes Ebolaopfer stirbt in Nigeria

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In Afrika breitet sich das Ebolavirus weiter aus. Das erste Opfer der hochansteckenden Krankheit ist am Montag im nigerianischen Lagos gestorben. Die Behörden haben das betroffene Krankenhaus geschlossen und unter Quarantäne gestellt. Der Mann war vorletztes Wochenende aus Liberia kommend nach Lagos gereist und am dortigen Flughafen zusammengebrochen.

Ebola ist hochansteckend, die Leichen der an der Krankheit Gestorbenen dürfen nicht mehr berührt werden. Viele Familien in Westafrika folgen aber der Tradition, den Leichnam eines Verstorbenen noch gründlich per Hand zu waschen – eine Einladung für Ebolaviren. Die Krankheit trat dieses Mal zunächst in Guinea auf und breitete sich in Sierra Leone und Liberia aus, bevor sie auf Nigeria übersprang.

Aus Washington hieß es, man beobachte die Situation, leiste Unterstützung und sei bereit, mehr Hilfe zu leisten, wenn es die Situation erfordere.

Die Heftigkeit dieses Ausbruchs überrascht auch Fachleute. Bisher sind weit über 600 Menschen gestorben, und ein rasches Ende der Epidemie ist nicht in Sicht. Das Virus, das normalerweise fast alle, die es befällt, rasch tötet, hat dieses Mal eine geringere Sterblichkeit. Was wie eine gute Nachricht klingt, ist das Gegenteil: Die geringere Sterblichkeit hilft dem Virus, sich weiter auszubreiten, da Erkrankte länger leben und so mit mehr Menschen in Berührung kommen.