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Flug MH-17: Internationale Mission soll Absturzstelle sichern

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Flug MH-17: Internationale Mission soll Absturzstelle sichern

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Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ist am Montag in Kiew mit den Außenministern der Niederlande und Australiens zusammengekommen. Dabei ging es um die stockende Untersuchung der Absturzstelle des malaysischen Flugs MH -17 in der Ostukraine. Niederländischen und australischen Experten ist der Weg zu der Absturzstelle wegen heftiger Kämpfe in der Ostukraine versperrt.

Flug MH-17 war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine vermutlich abgeschossen worden. An Bord waren 298 Menschen, von denen niemand den Absturz überlebte. Es ist bisher unklar, ob mittlerweile alle Opfer geborgen und in die Niederlande überführt werden konnten.

Die Niederlande, die federführend bei der Untersuchung sind, haben mit der Ukraine nun eine internationale Mission zur Sicherung der Absturzstelle vereinbart. Der niederländische Außenminister Frans Timmermans und der kommissarische ukrainische Regierungschef Wolodimir Groisman haben das Abkommen unterzeichnet. Damit ist nun auch der Weg frei, um nach weiteren möglichen Überresten von Opfern zu suchen. In Kiew bezeichnete Pieter Jaap Aalsberg, der vor Ort für Suche und Bergung verantwortlich ist, das als die Toppriorität. “Falls die Experten bei der am Dienstag beginnenden Suche weitere Überreste von Opfern finden, werden wir diese sofort abtransportieren. Wir haben einen Kühlzug an Ort und Stelle, und falls dieser Zug aus irgendwelchen Gründen nicht für uns erreichbar sein sollte, werden wir einen anderen Transport organisieren.”

An der Mission sollen Experten und Polizisten aus den Niederlanden, Australien und anderen Ländern teilnehmen, die bei dem Absturz Opfer zu beklagen hatten. Das ukrainische Parlament soll die Vereinbarung auf einer Sondersitzung am kommenden Donnerstag ratifizieren.