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Ausweglose Lage für Gazabewohner

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Ausweglose Lage für Gazabewohner

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Sicherheit gibt es zur Zeit nirgendwo im Gazastreifen: Dass in einem Kampf wie jetzt vor allem Unbeteiligte getötet werden, ist zwangsläufig.

Der Beschuss der Flüchtlinge in der Schule in Dschabalija sorgt nun aber für besonderes Entsetzen, in der Welt wie auch hier selbst.

“Vor unseren Augen wurden die Menschen zerfetzt”, sagt ein Mann hier. “In diesem Klassenzimmer wurden vier Menschen getötet. Wir haben in diesen Räumen aus Beton Schutz gesucht, aber jetzt sind das nur noch Bruchbuden.”

Dazu ist auch das Kraftwerk getroffen und steht still, das einzige im Gazastreifen. Für viele Menschen gibt es außerdem seit Tagen kein Wasser.

Selbst die Wasserleitungen zu reparieren kann derzeit tödlich enden: “Es ist gefährlicher, als man es sich vorstellen kann”, sagt der Leiter der Wasserversorgung. “Wir haben sechs Mitarbeiter verloren, durch direkte oder indirekte Angriffe.”

Der Gazastreifen ist von der Fläche her nicht viel größer als zum Beispiel München,
ist aber noch dichter besiedelt.

Dazu kommt die Blockade durch Israel und Ägypten – einen Ausweg gibt es damit
in keine Richtung. Wer hier lebt, ist eingeschlossen und Bomben oder Granaten ausgeliefert.