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Chinesischer Ex-Sicherheitschef unter Korruptionsverdacht

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Chinesischer Ex-Sicherheitschef unter Korruptionsverdacht

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Die chinesische Justiz hat Ermittlungen gegen den Ex-Sicherheitschef Zhou Yongkang eingeleitet. Das ehemalige Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros muss sich wegen “schwerem Verstoß gegen die Disziplin” verantworten. Experten zufolge wird dem 71-Jährigen damit Korruption vorgeworfen.

Seit seinem Amtsantritt vor mehr als einem Jahr lässt Staats- und Parteichef Xi Jinping im ganzen Land gegen Korruption kämpfen. Experten streiten seitdem, ob es Xi ernst ist oder ob er damit vor allem gezielt Gegner ausschalten möchte.

Passanten in den Straßen von Peking befürworten die Eröffnung des Verfahrens. “Natürlich sind das gute Nachrichten. Diese korrupten Politiker müssen aus dem Verkehr gezogen werden, egal welchen Rang sie haben”, so der pensionierte Taxifahrer Yang Shangyi. Architekt Yang Hao stimmt das Verfahren optimistisch: “Wir spüren, dass die neue Führung gewillt ist, gegen Korruption vorzugehen. Da ist schon viel geschehen und das ermutigt uns.”

Aus seiner Zeit als Vorsteher der Kommission für Recht und Gesetz werden Zhou Yongkang enge Kontakte zu Bo Xilai nachgesagt, der seit 2013 eine lebenslange Haftstrafe absitzt. Er wurde wegen Korruption und Machtmissbrauch verurteilt.