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Gaza: Viele Tote nach Beschuss von Flüchtlingen in Schule

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Gaza: Viele Tote nach Beschuss von Flüchtlingen in Schule

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Im palästinensischen Gazastreifen ist eine Schule schwer beschossen worden, in der sich tausende Flüchtlinge aufhielten.

Mindestens fünfzehn Menschen wurden getötet, weit über hundert verletzt.

Die Schule wird von der UNRWA betrieben, der Hilfsorganisation der UNO eigens für palästinensische Flüchtlinge.

Ein Sprecher der Organisation macht für den Beschuss der Schule Israel verantwortlich.

Man habe Granatsplitter untersucht, Einschlagtrichter, andere Schäden, sagt Robert Gunness. Vorläufig komme man zu dem Schluss, die Schule sei aus israelischen Geschützen beschossen worden.

Es habe mindestens drei Treffer gegeben, so Gunness: Man verurteile diesen schweren Verstoß gegen Völkerrecht durch Israels Armee.

Israels Armee teilt ihrerseits mit, aus der Nähe der Schule seien Granaten abgefeuert worden; die eigenen Soldaten hätten zurückgeschossen. Sprecher Peter Lerner sagt, man untersuche den Vorfall noch weiter. Israels Armee beschieße aber nicht absichtlich UNO-Gebäude.

Erst gestern gab die UNRWA auch bekannt, sie habe in einer ihrer Schulen ein Raketenlager gefunden – der dritte derartige Vorfall.

Israel wirft der Gegenseite vor, sie nutze zivile Gebäude und Einrichtungen als Schutzschild für ihre Kämpfer.