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Gespräch in Madrid über katalanisches Abspaltungsreferendum

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Gespräch in Madrid über katalanisches Abspaltungsreferendum

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Nun hat es heute doch noch ein Treffen gegeben zwischen dem Regierungschef von ganz Spanien und dem der Provinz Katalonien – das erste seit gut einem Jahr.

Das Klima zwischen Mariano Rajoy und Artur Mas ist nicht das beste: Mas will Katalonien, die Provinz um die Hauptstadt Barcelona, am besten ganz von Spanien abspalten.

Dazu plant er für den 9. November eine Volksabstimmung. Für die Zentralregierung in Madrid ist diese Abstimmung illegal; stattfinden soll sie bisher trotzdem.

Katalonien ist die reichste Provinz Spaniens. Es hat bereits große Eigenständigkeit; vielen geht sie aber nicht weit genug. Sie sehen bessere Chancen für einen gänzlich eigenständigen Staat Katalonien.

Zum Konflikt führt das unter anderem, weil in Katalonien ja nicht nur Katalanen leben, sondern auch Spanier aus anderen Teilen des Landes, die mit der hiesigen Kultur und Sprache nicht viel zu tun haben – und das bislang auch nicht müssen.

In einer ganz anderen Entwicklung in Katalonien hat der Politiker Jordi Pujol zugegeben, er habe den Steuerbehörden jahrzehntelang ein Millionenerbe im Ausland verschwiegen.

Pujol war über zwanzig Jahre lang Regierungschef der Katalanen, in einer prägenden Zeit von 1980 bis 2003.

Zunächst hat ihm jetzt seine Partei CiU – die auch die von Mas ist – den Ehrenvorsitz entzogen, ebenso wie eine Parteirente und das ihm zugebilligte Büro.

Auch gegen zwei Söhne Pujols, ebenfalls Politiker, wird ermittelt – in diesem Fall wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit.