Eilmeldung

Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Kamerafallen sollen Tiger zählen


science

Kamerafallen sollen Tiger zählen

Der Tiger ist eine vom Aussterben bedrohte Art. 2010 betrug die Population weltweit schätzungsweise 3200 Tiere. Doch Experten von der Umweltstiftung WWF haben Zweifel an der Zahl. Anlässlich des Internationalen Tigertages forderten sie Staaten in Asien auf, ihre Tigerbestände zu zählen. Dort könnte das wild lebende Tier aussterben, weil es nicht genügend Informationen über die nationalen Bestände gibt.

Joseph Vattakaven, WWF: “Zunächst einmal: Die Zahlen von 2010 können sich in vier Jahren verändert haben. Außerdem wissen wir nicht, ob die Zahl 2010 tatsächlich 3200 betrug, vielleicht waren es weniger, vielleicht aber auch mehr. Denn mehrere Staaten und Organisationen haben sich um eine Steigerung der Tigerbestände bemüht. Das war eines der offiziellen Ziele, die weltweite Tigerpopulation bis zum nächsten Jahre des Tigers 2022 zu verdoppeln. Aber wenn wir nicht alle paar Jahre nachzählen, werden wir nie wissen, ob wir das Ziel erreicht haben.”

Um die Zahl der Tiger zu erfassen, werden in Indien nun moderne Technologien eingesetzt. In den bekannten Revieren der Tiere wurden Kamerafallen aufgestellt. Ein Sensor registriert vorbeiziehende Tiger und löst automatisch Fotoapparat und Videokamera aus.
Jeder Tiger kann durch die Streifenstruktur seines Fells eindeutig identifiziert werden – ähnlich wie der Fingerabdruck eines Menschen.
So lässt sich nach und nach ein realistisches Bild vom aktuellen Tigerbestand erstellen.
Allerdings dauert das seine Zeit. Systematische Tigerzählungen brauchen bis zu einem Jahr an Vorbereitung und mindestens ein Jahr zur Durchführung.
Ein großes Problem ist der illegale Wildtierhandel. Tigerprodukte sind in Asien nach wie vor in der Volksmedizin begehrt.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel
Erstes selbstfahrendes Auto für Fische gebaut

science

Erstes selbstfahrendes Auto für Fische gebaut