Eilmeldung

Eilmeldung

Knut ist zurück, als Dermoplastik im Museum

Sie lesen gerade:

Knut ist zurück, als Dermoplastik im Museum

Schriftgrösse Aa Aa

Einst war Knut der wohl beliebteste Eisbär der Welt. Jetzt ist der 2011 verstorbene Star des Berliner Zoos im Naturkundemuseum zu sehen, gemeinsam mit anderen "Highlights der Präparationskunst", so der Titel der Sonderausstellung.

Die Dermoplastik wurde anhand des Tier-Skeletts gefertigt. Nach seinem plötzlichen Tod im März 2011 war der Eisbär im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung obduziert worden. Später beschloss man, die Bärenplastik anzufertigen, was die Präparatoren vor eine Herausforderung stellte.

Robert Stein, Präparator, Naturkundemuseum Berlin: “Im Endeffekt war es für uns halt sehr, sehr schwierig, die Knochen wieder zusammenzufügen und schon mal das Skelett wieder aufzubauen, weil die alle zersägt waren. Es waren halt 1000 Einzelteile, wir hatten keine vernünftigen Maße, und das ist sehr schwierig. Normalerweise ziehen wir das Fell ab, und dann haben wir einen kompletten Körper, den wir vermessen können, und das war alles nicht gegeben.”

Rund drei Monate arbeiteten die Präparatoren an der Dermoplastik, bevor sie im vergangenen Jahr für kurze Zeit im Foyer des Museums zu sehen war. Danach ging Knut als Botschafter im Kampf gegen den Klimawandel auf Reisen. Nun ist er zurück in der Stadt, in der 2006 sein kurzes und dramatisches Leben begann.

Von der Mutter verstoßen, wurde der kleine Bär von seinem Tierpfleger Thomas Dörflein von Hand aufgezogen, erlangte schnell weltweiten Ruhm und lockte Millionen Besucher in den Zoo.

Doch im März 2011 starb der Bär an den Folgen einer Gehirnentzündung, wie sich nach der Obduktion herausstellte. Die Trauer nicht nur unter den Berlinern war groß. Gegen das Vorhaben, Knut als Dermoplastik zu verewigen gab es von Anfang auch Widerstand seitens entrüsteter Knut-Fans und Tierschützer.

Nun steht er im Museum, auch als Symbol für den Kampf gegen die globale Klimaerwärmung.