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OSZE-Beobachter gelangen erneut nicht auf MH17-Absturzgelände

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OSZE-Beobachter gelangen erneut nicht auf MH17-Absturzgelände

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“Verschwindet!”, die Anweisung des Separatisten ist eindeutig: In der Ostukraine haben die OSZE-Beobachter am Mittwoch erneut nicht auf das Gelände rund um das abgestürzte malaysische Passagierflugzeug vordringen können. Fast zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Abschuss der Maschine sind immer noch nicht alle Leichen geborgen.

“Unser Ziel für heute war es, die Straßen rund um das Gelände zu untersuchen, um die Sicherheit einschätzen zu können”, so Michael Bociurkiw, Sprecher der OSZE-Mission in der Ukraine. “Das ist Teil unseres Mandats hier, Teil der Arbeit, die wir hier seit drei Monaten machen.”

Die für die Untersuchung in die Ukraine gereisten niederländischen Experten hatten zuvor angekündigt, gar nicht erst an die Absturzstelle des Fluges MH17 zu fahren. Es war der vierte Tag in Folge, an dem die Ermittler erfolglos versuchten, zur Absturzstelle zu gelangen. Die ukrainische Regierung wirkt hilflos. Der amtierende Regierungschef Wladimir Groisman: “Ich möchte betonen, dass die Ukraine bedauert, dass die internationalen Experten, die die Katastrophe untersuchen, bis jetzt keinen Zugang zu dem von der prorussischen Guerilla kontrollierten Gelände haben, an dem sich diese schreckliche Tragödie abgespielt hat.”

Unterdessen halten die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungseinheiten in den Regionen rund um das Abstürzgebiet an. Für das Gelände selbst wurde eine Waffenruhe vereinbart. Wie Bilder des ukrainischen Verteidigungsministeriums zeigen sollen, halten sich die Rebellen trotzdem kampfbereit.