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Russland reagiert zuversichtlich auf Verschärfung der Sanktionen

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Russland reagiert zuversichtlich auf Verschärfung der Sanktionen

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Nach der Verschärfung der Sanktionen gegen Russland durch die EU und die USA haben sich Kreml und russische Wirtschaft zuversichtlich gezeigt. Die unter anderem betroffene VTB Bank gehe eigenen Angaben zufolge davon aus, sich auch weiterhin finanzieren zu können. Die russische Zentralbank versicherte, bei Bedarf werde alles getan, um den Finanzsektor zu unterstützen.

Der deutsche Analyst Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, dämpft die Zuversicht, auch für die heimische Wirtschaft: “Der kalte Wirtschaftskrieg mit Russland wird langsam heiß. Das tut weh, vor allen Dingen für Russland, das in die Rezession gehen wird, wenn es so weitergeht.” Mit den neuen Sanktionen habe es einen erschwerten Zugang zum Kapitalmarkt der EU. Auch Rüstungs- und bestimmte Hochtechnologiegüter dürften nicht mehr nach Russland exportiert werden. Halver: “Das Land wird in die Rezession gehen und wir werden auch davon betroffen sein – mindestens der deutsche Mittelstand, der sehr viel stärker in Russland engagiert ist als die großen Konzerne.”

Die EU und die USA einigten sich am Dienstag erstmals auf Sanktionen gegen bestimmte Wirtschaftsbereiche. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte sie “unumgänglich”, zusätzliche Schritte seien möglich.