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Argentinien ist pleite


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Argentinien ist pleite

Die Verhandlungen im Schuldenstreit zwischen Argentinien und US-Hedgefonds sind gescheitert. Beide Seiten konnten sich in New York nicht verständigen. Damit steht Argentinien vor dem Zahlungsausfall. Der gerichtlich bestellte Schlichter in dem Streit, Daniel Pollack, bestätigte das Scheitern der Gespräche.

Argentiniens Wirtschaftsminister Axel Kicillof wehrte sich gegen die Bezeichnung “Staatspleite” und machte am Mittwochabend us-amerikanischer Zeit einen vorangegangenen Richterspruch für die Situation verantwortlich: “Richter Griesa hat Schuld an dieser Situation. Staatspleiten lassen sich nicht auf Verträge zurückführen, sondern in diesem Fall darauf, dass ein Gericht sich auf die Seite der Banken geschlagen hat. Und das in einer Angelegenheit, die nur uns etwas angeht, uns und die Antragsteller.”

Einige der Gläubigerfonds hatten auf die Rückzahlung von Forderungen bestanden und die Begleichung von 1,5 Milliarden Dollar vor einem Gericht in den USA erstritten. Der Richterspruch zwingt Argentinien, zunächst die Forderungen der Kläger zu begleichen und andere ebenfalls fällige Anleihen hinten anzustellen.

Bereits am Mittwoch hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor’s Argentinien auf das Niveau eines “teilweisen Zahlungsausfalls” eingestuft. Nach Ende der gescheiterten Verhandlung dürften nun auch die anderen großen Agenturen Moody’s und Fitch Argentinien als Pleitefall bewerten.

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