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Ellen MacArthur: "Aufgeben war nie eine Option für mich"

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Ellen MacArthur: "Aufgeben war nie eine Option für mich"

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Dame Ellen MacArthur ist eine Legende in der Seglerwelt. Nach dem Brechen des Weltrekords für die schnellste Weltumsegelung im Einhandsegeln hat die Britin unerwartet ihre Seglerkarriere aufgegeben. Ihre Zeit auf See brachte sie auf eine neue Reise:

Biografie Ellen MacArthur

  • Die Dame Ellen MacArthur wurde im Alter von 24 Jahren berühmt, als sie 2001 bei der Vendée Globe, dem härtesten Rennen für Einhandsegler rund um die Welt, den zweiten Platz belegte.
  • Drei Jahre später segelte die Britin wieder um die Welt und dieses Mal brach sie den Rekord für die schnellste Weltumsegelung im Einhandsegeln.
  • Für ihren Weltrekord wurde sie 2005 von der britischen Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben. 2008 erhielt sie vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy den französischen Verdienstorden Légion d’honneur, die ranghöchste Auszeichnung Frankreichs.
  • Ihre Zeit auf See brachte sie auf eine neue und unerwartete Reise, die ihre Seglerkarriere beendete: 2010 gründete sie die Ellen MacArthur Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Übergang aus unserem aktuellen linearen Wirtschaftsmodell zu einer regenerativen Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.

“Ohne danach zu suchen, fand ich etwas Grundlegendes. Wenn man auf einem Boot um die Welt segelt, nimmt man alles mit, was man braucht. Man ist drei Monate auf See, man muss vorher an alles denken, denn man kann nicht anhalten, um mehr Kraftstoff oder Lebensmittel zu kaufen. Man haushaltet mit allem, bis zum letzten Tropfen Diesel, den letzten Lebensmitteln. Man erkennt, was Endlichkeit bedeutet. Denn was sie haben, ist alles, was sie haben. Es gibt einfach nicht mehr. Als ich im Ziel von Boot ging, wurde mir plötzlich bewusst, dass es mit unserer globalen Wirtschaft nicht anders ist. Die Weltwirtschaft ist völlig von endlichen Ressourcen abhängig, aber wie gehen wir damit um? Unsere Lösung dafür ist lediglich, Ressourcen vorsichtiger zu nutzen. Aber wenn man sich die Entwicklung anschaut, die langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen, was ist das für eine Lösung? Für mich ist es keine.”

Aufgrund dieser Erkenntnis gründete die Britin im Jahr 2010 die Ellen MacArthur Stiftung. Ihr Ziel ist es, den Übergang aus unserem aktuellen linearen Wirtschaftsmodell zu einer regenerativen Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.

Die Idee kommt auf jeden Fall an. Die Stiftung hat bekannte internationale Partner wie Renault, Cisco, Kingfisher, Unilever und Philips. Mit ihren Vorschlägen zur Kreislaufwirtschaft ist Ellen MacArthur auch in Gesprächen mit der Europäischen Kommission.

Ein Schlüssel zu ihrem Erfolg ist ihre Entschlossenheit. Ellen MacArthur sagt über sich selbst: “Aufgeben war nie eine Option für mich. Nicht, wenn etwas so wichtig ist.”