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Gaza: "Jede Stunde stirbt ein Kind"

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Gaza: "Jede Stunde stirbt ein Kind"

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Nach dem tödlichen Angriff auf eine Schule der UN im Gazastreifen gerät Israel zunehmend unter Druck. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, beschuldigte Israel, mit dem Beschuss ziviler Einrichtungen, vorsätzlich internationales Recht zu verletzen. Zugleich kritisierte sie die USA dafür, Israel mit Waffen auszustatten.

Das UN-Hilfswerk für die palästinensischen Flüchtlinge (UNRWA) weist auf die verzweifelte Lage hin. Auch das Rote Kreuz ist alarmiert. Robert Mardini, Beauftragter für den Nahen Osten: “Die Opfer werden körperlich und seelisch verletzt. Hier geht es nicht darum, wer sich an die Regeln des Krieges hält und wer nicht. Wir stehen vor einem großen humanitären Notstand. Wir verlangen, dass die Zerstörung sofort aufhört und wir verlangen, dass das Töten sofort beendet wird.”

Bei dem Angriff auf die Schule starben ersten Ermittlungen zufolge 15 Menschen. Es ist die zweite Schule, die binnen einer Woche getroffen wurde. Seit dem Beginn der Gefechte starben Hunderte Kinder. John Ging, Direktor des UN-Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten: “Sie leben in Todesangst und das hat gute Gründe, denn die Todeszahlen steigen ständig. Wir haben es in den vergangenen Tagen immer wieder gesagt: Jede Stunde stirbt ein Kind.”

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, hier bei einem Besuch in Costa Rica, verurteilte den Angriff scharf. Er sei durch nichts zu rechtfertigen. Israel kündige eine Untersuchung des Angriffs an. Eine Armeesprecherin hatte die Hamas beschuldigt, in der Nähe der Schule auf Soldaten gefeuert zu haben. Die Armee habe das Feuer nur erwidert.