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Umweltdetektiv Biene ermittelt über dem Rollfeld

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Umweltdetektiv Biene ermittelt über dem Rollfeld

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Auf dem Flughafen des Hamburger Airbus Werks helfen fleißige Bienen bei der Überwachung der Luftqualität. Gleich neben dem Rollfeld hat Imker Eberhard Schädlich seine Bienenstöcke aufgebaut. Der Lärm scheint die Tiere nicht zu stören. Sie sammeln weiter eifrig Nektar und Pollen, im Auftrag des Flugzeugbauers. Ihr Honig wird später auf Schadstoffe untersucht.

Volker Hase, Leiter Arbeits- und Umweltschutz Werk Hamburg: “Umweltschutz ist ein ganz wichtiges Thema. Und diese Bienen spielen eine zentrale Rolle bei der Überwachung der von uns verursachten Belastung der Natur.”

Biomonitoring heißt das Prinzip, die Bienen dienen gewissermaßen als Umweltdetektive und der geerntete Honig ist das Beweismaterial.
Denn bei ihrem Flug über das rund zwölf Quadratkilometer große Areal nehmen die Spürnasen unweigerlich auch Schadstoffe auf. Im Labor wird der gelbe Saft analysiert, die Umweltbelastung lässt sich genau messen. Die bisherigen Ergebnisse lagen jedoch unterhalb der Grenzwerte. Da staunt auch der Imker.

Eberhard Schädlich: “Die Ergebnisse, sind hochspannend. Und zum Glück sind wir immer, auch letztes Jahr, beim Pollen unterhalb der Lebensmittelgrenze.”

Sprich, der Flughafenhonig ist für den Verzehr geeignet. Die Airportbienen produzieren über 160 Kilogramm Honig pro Jahr, der abgefüllt und als Präsent an Kunden und Mitarbeiter verschenkt wird.
Übrigens: An mehreren deutschen und europäischen Flughäfen werden Bienenvölker zur Schadstoffermittlung eingesetzt.