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Zu wenig Frauen in der künftigen EU-Kommission

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Zu wenig Frauen in der künftigen EU-Kommission

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Im Sinne der Parität sollten zur nächsten Europäische Kommission 14 Frauen gehören, zur Zeit aber sind gerade mal zwei nominiert worden.
Die derzeitige Kommission umfasst insgesamt 28 Mitglieder, neun davon sind Frauen, erläutert unsere Korrespondentin Christelle Petrongari. “Von der paritätischen Verteilung der Ämter, die auch der künftige Kommissionschef Jean-Claude Juncker wünscht, ist man weit entfernt. Es sieht eher danach aus, dass deren Anzahl abnimmt.”
Tschechien hat die derzeitige Ministerin für Regionalentwicklung, Vera Jourova, für die Kommission vorgeschlagen und Schweden hat Cecilia Malmström, zur Zeit Kommissarin für Innenpolitik, für eine zweite Amtszeit nominiert. “Jean-Claude Juncker wird den Mitgliedsstaaten erneut deutlich machen, dass Frauen in der Kommission besser vertreten sein sollten”, so eine Sprecherin des künftigen Kommissionschefs. “Sollte keine Lösung gefunden werden, ist nicht auszuschließen, dass sich die Bildung der neuen Kommission verzögert.” Mit der Besetzung der neuen Kommission, das heißt mit Personalentscheidungen wird sich das für Ende August anberaumte Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs beschäftigen. “Die Nominierung von Frauen sollte selbstverständlich sein”, meint eine Passantin. “Es gibt kompetente Frauen, wie es kompetente Männer gibt.” “Warum sollten Frauen nicht Kommissarinnen werden?”, fragt ein Mann und eine Frau fügt hinzu: “Es ist traurig, dass es keine Parität gibt, doch man sollte nicht auf dem bloßen Prinzip bestehen, denn das hieße, dass jemand einen Job dank seiner Geschlechtszugehörigkeit und nicht dank seiner Fähigkeiten bekommt.” Das Europaparlament hat bereits deutlich gemacht, dass es einer neuen Kommission nicht zustimmen werde, sollte diese weniger Frauen zählen als die derzeitige.