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Gescheiterte Waffenruhe: Gaza ohne Atempause

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Gescheiterte Waffenruhe: Gaza ohne Atempause

Gescheiterte Waffenruhe: Gaza ohne Atempause
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Überall Zerstörung aber keine Schüsse, Einschläge oder Sirenen – kurz nach Anbruch der vereinbarten dreitägigen Waffenruhe um 8 Uhr Ortszeit am Freitag Vormittag wollten sich die Bewohner Gazas endlich um das Nötigste kümmern.

“Wohin sollen wir gehen?”, sagte eine Frau vor den Resten ihres Hauses. “Entweder werden wir in eine Schule umgesiedelt oder sie geben uns ein Zelt auf der Straße. Wir brauchen eine Lösung. In diesem Haus haben acht Familien gelebt. Wo sollen die jetzt hin?”

Auch müssen im engen Gazastreifen dringend Wasserrohre geflickt Stromleitungen repariert und andere Probleme gelöst werden.

“Durch die Feuerpause können wir uns wieder frei bewegen, unsere Häuser inspizieren, unsere Verletzten besuchen oder unsere Toten besetzen”, so ein Mann am Morgen. Viele jedoch trauten der Ruhe nicht, denn auch die zuvor vereinbarten Feuerpausen hatten sich als äußerst brüchig erwiesen.

“Ich glaube nicht an diese Feuerpause”, so eine Frau auf dem Markt. “Beim letzten Mal haben sie das auch gesagt und dann angefangen, zu bombardieren. Noch bevor wir unser Viertel verlassen konnten, haben sie uns beschossen und wir sind geflohen.”

Wenig später sollte sich erneut zeigen, wie tief die Verbitterung und wie angespannt die Situation auf beiden Seiten des Konfliktes ist.