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Von wegen Pleitegeier! Argentinien ignoriert Zahlungsausfall

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Von wegen Pleitegeier! Argentinien ignoriert Zahlungsausfall

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Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen der argentinischen Regierung und den Vertretern ihrer Gläubiger gibt sich die argentinische Staatspräsidentin Cristina Fernandez de Kirchner gelassen.

“Wir sind hier am 31. Juli und die Welt ist nicht untergegangen – Argentinien übrigens auch nicht”, so Kirchner. Das seien sehr gute Neuigkeiten. Der August beginne und man könne weiter so leben, wie bisher in der Republik Argentinien.

Wirtschaftsminister Axel Kiciloff, der an den Verhandlungen mit den Gläubiger-Hedgefonds in New York teilgenommen hatte, wehrte sich am Donnerstag erneut gegen die Feststellung, Argentinien sei zahlungsunfähig: “Jene, die über eine Pleite sprechen, tun dies ohne jede Sachkenntnis. Sie sollen herkommen und uns anhand der geltenden Verträge erklären, wie eine Staatspleite zu begründen wäre. Unsere Situation mag sein, was es will, aber es geht nicht um einen Zahlungsausfall.”

Obwohl die Hedgefonds nur eine kleine Gruppe der Gläubiger stellen, hat die gescheiterte Schlichtung weitreichende Folgen: Durch Anordnung eines US-Gerichts dürfen vorerst alle übrigen Gläubiger nicht ausbezahlt werden, die bei Schuldenschnitten auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichtet hatten. Wegen dieser “Automatik” wird das Land nun als pleite eingestuft, obwohl es sich selbst für zahlungsfähig hält.