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Westafrika: Sierra Leone ruft Notstand wegen Ebola-Virus aus

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Westafrika: Sierra Leone ruft Notstand wegen Ebola-Virus aus

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Die westafrikanischen Staaten Sierra Leone, Liberia, Guinea und Nigeria kämpfen verzweifelt gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus. Seit Februar erlagen etwa 730 Menschen der Infektionskrankheit. Die Regierung von Sierra Leone hat mittlerweile den Notstand ausgerufen.

Ernest Bai Koroma, Präsident von Sierra Leone sagte in einer Fernsehabsprache:

“Das Ebola-Virus stellt unsere Nation vor enorme Herausforderungen. Im Einklang mit Artikel 6 unserer Verfassung von 1991, rufe ich hiermit den Notstand aus. Dies soll uns ermöglichen, einen besseren und solideren Ansatz für die Bekämpfung des Virus zu erarbeiten.”

Die USA haben mittlerweile 340 in Liberia stationierte Friedenscorps zurück nach Hause beordert. Margaret Chan, Generaldirektorin der WHO, kam eigens zum Flughafen, um den Ausreisenden für ihre Hilfe zu danken. Die WHO stellt den vier betroffenen Staaten Hilfen in Höhe von 100 Millionen Dollars zur Verfügung.

Neben den USA und Deutschland haben auch weitere Länder Reisewarnungen herausgegeben. Reisen in die betroffenen Länder sollten nach Möglichkeit nicht unternommen werden.

Zwei erkrankte US-Bürger wurden bereits mit einem entsprechend ausgestattetes Charterflugzeug heim gebracht. Nach öffentlichen Angaben wird zur Zeit mindestens einer von ihnen im Universitätsklinikum von Atlanta behandelt.