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Australisches Ehepaar will behindertes Kind bei Leihmutter lassen

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Australisches Ehepaar will behindertes Kind bei Leihmutter lassen

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In Thailand kam er zur Welt, und eigentlich hätte Gammy bei seinen Eltern in Australien aufwachsen sollen – so wie seine Zwillingsschwester. Den Jungen aber wollten die Eltern nicht.

Denn die bezahlte Leihmutter hatte sich geweigert abzutreiben, als im vierten Monat klar wurde, dass Gammy behindert geboren werden würde. Sie beschloss, ihn zu bekommen.

“Die Erwachsenen sind schuld, nicht der Junge”, so die 21-Jährige. “Warum muss er das erleiden, wo er doch garnicht dafür kann? Warum wird er verlassen, während man sich um das andere Kind kümmert?”

In den thailändischen und australischen Medien zieht der Fall inzwischen weite Kreise. Auch der australische Premierminister Tony Abbott äußert sich dazu.

“Ich denke der Fall zeigt einige der Risiken, die in diesem Geschäft lauern”, so Abbott. “Es ist eine sehr traurige Geschichte und ich möchte mir nicht vorstellen, dass ein Kind so alleingelassen werden könnte.”

Gammy ist weiterhin in Thailand, die australischen Behörden untersuchen den Fall inzwischen. Die Identität der Eltern wird unter Verschluss gehalten.

Zumindest finanziell dürfte Gammys Zukunft aber gesichert sein. Bei einem Spendenaufruf im Internet sind inzwischen rund 100.000 Euro zusammengekommen.