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Großereignis türkische Präsidentenwahl in Deutschland: Viele Berechtigte bleiben ausgeschlossen

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Großereignis türkische Präsidentenwahl in Deutschland: Viele Berechtigte bleiben ausgeschlossen

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Es ist für beide Länder ein ungewöhnlicher Vorgang. Zum ersten Mal wählen die Türken ihren Präsidenten direkt, zum ersten Mal dürfen dabei auch im Ausland lebende Türken teilnehmen.

In Deutschland sind es 2,9 Millionen, 1,4 Millionen von ihnen sind wahlberechtigt. Viele können ihre Stimme aber trotzdem nicht abgeben, weil es Probleme bei der vorgeschriebenen Terminvergabe über das Internet gab.

“Ich habe mich mit meiner Ausweisnummer registriert, das hat funktioniert”, so ein junger Mann. “Aber bei meiner Frau hat es nicht geklappt. Also wollten wir hier vor Ort nochmal unser Glück versuchen, aber das ging auch nicht.”

Wie viele Wähler ausgeschlossen blieben, ist noch nicht bekannt. Die, die keine Probleme hatten, dürfen seit Donnerstag und bis Sonntag ihre Stimmzettel ausfüllen – in sieben Großwahllokalen.

In Berlin ist Sinan Kaplan von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten damit hochzufrieden: “Wir wählen heute im besten Wahllokal Europas, vielleicht sogar der ganzen Welt. Wir gehen ins Berliner Olympiastadion zum Wählen, ein Ort, den man auf der ganzen Welt kennt. Wir Türken fühlen uns privilegiert.”

euronews-Korrespondentin Nezahat Sevim: “Hier in Deutschland leben mehr Türken als in so mancher türkischen Stadt. Zwar gibt es einige Probleme mit der Organisation. Trotzdem ist die türkische Bevölkerung im Ausland glücklich darüber, jetzt erstmals die Zukunft ihres Vaterlandes mitbestimmen zu können.”

Reporter bekamen zum Olympiastadion aber keinen Zutritt.