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Ostukraine: Humanitäre Situation verschlimmert sich zusehends

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Ostukraine: Humanitäre Situation verschlimmert sich zusehends

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In der Ostukraine gehen die Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee weiter. Seit Freitag sind in Luhansk fünf Menschen getötet worden, neun wurden verletzt, darunter ein Kind. Die Situation verschlimmert sich für Zivilisten zusehends. Ein Elektrizitätswerk wurde getroffen, außerdem wurden Stromleitungen zerstört. Bei 30 Grad Sommerhitze gibt es kein fließendes Wasser mehr, keinen Strom, kein Gas. Die Telefonleitungen sind zerstört, und damit gibt es auch keine Möglichkeit mehr, sich zu informieren. Wer kann, flieht aus der Stadt:

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) schätzte vor einer Woche, dass mindestens 230 000 Menschen in der Ukraine auf der Flucht sind. Die meisten stammen aus den umkämpften Städten Donezk und Luhansk. Sie fliehen nach Russland oder in andere Städte in der Ukraine. Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navy Pillay, sagte, das Vorgehen sowohl der Separatisten als auch der Armee müsse unter Umständen als Verletzung des humanitären Völkerrechts eingestuft und entsprechend verfolgt werden.