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Russland gedenkt des "Vergessenen Krieges"

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Russland gedenkt des "Vergessenen Krieges"

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Fast ein Jahrhundert galt die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Russland als tabu. Jetzt wurde in Moskau erstmals ein Denkmal für die Gefallenen des Krieges eingeweiht.

Während der Sowjetära wurde über den Krieg nicht gesprochen, denn bei Kriegsbeginn vor hundert Jahren war Russland noch ein Zarenreich. Der Sonderfrieden mit Deutschland nach der Oktoberrevolution 1917 wurde aus der offiziellen Geschichtsschreibung ebenfalls herausgehalten.

Russlands Gesellschaft für Militärgeschichte hat das Monument in der Hauptstadt in einer Privatinitiative mitfinanziert. “Der hundertste Jahrestag des Kriegsbeginns ist ein wichtiges Datum”, so das Gesellschaftsmitglied Wladislaw Sereda. “Unglücklicherweise ist über den Krieg viele Jahre lang nicht gesprochen worden. Es gab in Russland kein einziges Denkmal für den Ersten Weltkrieg.”

Kritiker der russischen Regierung fürchten jedoch eine ideologische Anknüpfung an das Zarenreich und das Zeitalter des Imperialismus.