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Westafrika: Verzweifelter Kampf gegen Ebola-Virus

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Westafrika: Verzweifelter Kampf gegen Ebola-Virus

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In Liberia und den anderen westafrikanischen Staaten geht der verzweifelte Kampf gegen das Ebola-Virus weiter. Häuser werden desinfiziert, Menschen versuchen sich so gut es geht zu schützen.

Liberia hatte noch vor Sierra Leone den Notstand ausgerufen und seine Grenzen geschlossen – ebenso wie alle Schulen des Landes und viele Märkte.

Probleme bereitet indessen das Misstrauen der Bevölkerung gegen die staatlichen Interventionen. Während Familien auf traditionellen Formen der Bestattung bestehen, zu denen auch eine Waschung des Leichnams gehört, ist für die Einsatzkräften eine Untersuchung der Leichen besonders wichtig. Nur so könne die Epidemie unter Kontrolle gebracht werden.

Wie berichtet wird, würden die staatlichen Helfer zum Teil sogar mit Steinen beworfen, um den Abtransport der Leichen zu verhindern.

In den vier Ländern Sierra Leone, Guinea, Liberia und Nigeria sollen mehr als 1300 Personen infiziert sein, die Zahl der Toten beträgt 729.

In Conakry, der Hauptstadt Guineas, erörterten Präsidenten westafrikanischer Staaten mit Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag konkrete Schritte zur Intensivierung des Kampfes gegen die Seuche. Die UN-Behörde hatte am Donnerstagabend ein 100-Millionen-Dollar-Programm für den Kampf gegen Ebola angekündigt.