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Türkische Präsidentenwahl: Nur 6,5 Prozent Wahlbeteiligung im Ausland

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Türkische Präsidentenwahl: Nur 6,5 Prozent Wahlbeteiligung im Ausland

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Es war das erste Mal, dass auch im Ausland lebende Türken ihre Stimme abgeben durften. Doch die Wahlbeteiligung war äußerst gering.

Von den 2,7 Millionen Auslandstürken in aller Welt haben sich laut Wahlkommission im Schnitt nur etwa 6,5 Prozent zur Präsidentschaftwahl angemeldet. Wie viele aufrund der Probleme bei der Internetregistrierung ausgeschlossen blieben, ist bislang nicht bekannt.

Für viele Wähler war das Novum dennoch ein Schritt in die richtige Richtung. “Ich fände es gut, wenn sich die türkische Regierung mehr um uns kümmern und uns unterstützen würde. Ein Ministerium für Türken im Ausland wäre zum Beispiel sehr hilfreich”, so ein Imbisstandbetreiber in Berlin.

Doch es gibt auch kritische Stimmen und Bedenken – wie die Sorge, dass in Zukunft in den Städten der Gastländer ein türkischer Wahlkampf ausgetragen werden könnte, so Cem Özdemir, Co-Vorsitzender der deutschen Grünen und Sohn türkischer Eltern.

“Die Menschen hier füchten, dass es zu einer Polarisierung beiträgt wenn dieser Kampagnen- und Debattenstil hier her gebracht wird”, sagt Özdemir. “Wir in Deutschland machen uns Sorgen, dass es hier Konfrontationen zwischen AKP-Unterstützern und Oppositionsanhängern geben könnte. Wir wollen, dass die Leute hier in Frieden leben.”

euronews-Reporterin Nezahat Sevim, Berlin: “Inzwischen sind die Wahlzettel auf dem Weg in die Türkei. Hier in Klein-Istanbul im Osten Berlins hoffen die Türken jetzt auf offene Ohren in Ankara, im Gegenzug für ihre Stimmen.”