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Athen: 37°, sonnig, jede Menge Besuch

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Athen: 37°, sonnig, jede Menge Besuch

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Wenn Griechen zur Zeit aus dem Fenster schauen, sehen viele Getümmel – und freuen sich. “Sie sind wieder da,” so eine Athenerin – die Touristen.

Ministerpräsident Antonis Samaras rechnet mit mehr als 20 Millionen Touristen in diesem Jahr – etwa zehn Prozent mehr als 2013, Rekord.

Kleiner Wermutstropfen: Man erwartet etwa 20 Prozent weniger Russen (1,1 Millionen ), wegen der EU-Sanktionen.

22 bis 36 SOT (English) Andreas Andreadis, Griechischer Tourismusverband:

“Der Zuwachs ist eine sehr gute Nachricht für die Stadt (Athen), sie ist ja wirklich schön, hat aber viel gelitten, während der Demonstrationen, wegen der Sicherheitsprobleme etc., das war schlecht für das Image der Stadt.”

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass Griechenland 2014 nach Jahren schwerster Rezession 0,5 Prozent Wirtschaftswachstum ausweisen wird. Der wichtigste Anschub komme vom Tourismus, so griechische Medien.

David Abramovic aus Los Angeles, Kalifornien:

“Ich finde, die Hotels sind ordentlich und die Restaurants ausgezeichnet.”

Peter Maijderwijk aus den Niederlanden:

“Das tat nicht gut, diese Krise in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland zu sehen. Ja, es gab eine Menge monetäre Gründe. Aber das hat nichts zu tun mit den Menschen oder dem Land selbst.”

Der Tourismus steht in Griechenland für etwa ein Sechstel der Wirtschaftsleistung – er ist der wichtigste Wirtschaftssektor.

Noch sind aber gut 27 Prozent der Griechen ohne Job. Und der IWF warnte bereits, dass der immense Schuldenberg zu langsam abgetragen werde – die Europäer müssten sich auf weitere Hilfen für Athen einstellen.

“Ich habe nie gesagt, die Austerität sei zu Ende,” so der künftige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude
Juncker nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras.

su mit dpa