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EU-Sanktionen zwingen russischen Billigflieger zu Boden

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EU-Sanktionen zwingen russischen Billigflieger zu Boden

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Wegen der neuen EU-Sanktionen hat die Aeroflot-Tochter Dobrolet alle Flüge gestrichen. Die russische Billig-Airline hatte vor allem eine Verbindung im Programm: Von Moskau auf die annektierte Krim.

Grund sei die Aufkündigung des Leasingvertrags für alle Maschinen des Typs Boeing 737-800. Europäische Unternehmen haben laut Aeroflot die Verträge über Leasing, Wartung und Versicherungen gekündigt.

Passagiere, die Flüge zwischen Moskau und Simferopol auf der im März annektierten Krimhalbinsel gebucht hätten, würden auf Orenair umgebucht, alle anderen entschädigt, hieß auf der Internetseite der Inlandslinie.

Dobrolet hatte im Juni den Betrieb aufgenommen, die ersten Flüge gingen auf die Krim.

Als Reaktion auf “die destabilisierenden Aktionen” Moskaus in der Ostukraine hatten die 28 EU-Staaten vergangene Woche die schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Russland seit dem Ende des Kalten Kriegs verabschiedet. Sie sind seit Freitag in Kraft.

Der Westen wirft Moskau vor, die prorussischen Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen.

Aeroflot hatte die Billigfluglinie mit 74 Millionen Euro für zwei Jahre ausgestattet, eine Million Passagiere waren in diesem Jahr angepeilt und etwa 10 Millionen in fünf Jahren.

su mit AFP