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Erinnern an die Vergangenheit, Verantwortung für die Gegenwart

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Erinnern an die Vergangenheit, Verantwortung für die Gegenwart

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Unter Anteilnahme der Bevölkerung fand im belgischen Lüttich eine Zeremonie statt zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Menschen versammelten sich, um an den deutschen Überfall auf Belgien und auch um an die Verantwortung für die Gegenwart zu erinnern.

Es sei gut der Soldaten zu gedenken, die in den Krieg gezogen und gefallen sind, sagte ein junge Frau – und eine andere meinte, es sei wichtig, junge Leute daran zu erinneren, dass sich Situationen sehr schnell ändern können. Sie verwies auf die aktuellen Konflikte in der Welt und sagte, es gehe darum, der Vergangenheit zu gedenken, aber auch Lehren daraus für die Gegenwart zu ziehen.

Der Erste Weltkrieg, der auch als “Krieg zur Beendigung aller Kriege” bezeichnet worden war, war der erste industrialisierte Krieg. Er wurde mit neuen Waffen, Panzern, Flugzeugen und auch chemischen Waffen geführt, und entsprechend hoch war sein Blutzoll unter Soldaten und Zivilisten. Krieg war am Vorabend des Ersten Weltkriegs noch als legitimes Mittel der Politik angesehen worden, und als “jud ad bellum”, dem “Recht zum Krieg” festgelegt. Erst nach dem Ersten Weltkrieg waren Angriffskriege, auch unter seinem Eindruck, international geächtet worden.