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Libyen: Ausländer verlassen das Land - in Tripolis brennt Öllager

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Libyen: Ausländer verlassen das Land - in Tripolis brennt Öllager

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Wegen der anhaltenden Kämpfe in Libyen sind am Montag weitere 110 Europäer außer Landes gebracht worden. Ein britisches Marineschiff brachte die mehrheitlich britischen Bürger nach Malta. An Bord befanden sich auch einige deutsche und irische Staatsangehörige. Großbritannien war eines der letzten westlichen Länder, das sein Botschaftspersonal aus Libyen abzog. Die diplomatische Vertretung des Königreichs wurde nach Angaben des Außenministeriums nach Tunesien verlegt.

Zudem wurden mehrere Hundert in Libyen beschäftigte Arbeiter außer Landes gebracht, darunter auch etwa 40 philippinische Arbeiter. Sie waren offenbar zwischen die rivalisierenden Milizen geraten. Die Regierung in Manila hatte die mehreren Tausend Philippiner im Land am Wochenende dringend zur Ausreise aufgefordert. Viele befinden sich laut dem Außenministerium in Manila jedoch weiterhin in Libyen.

Dort halten die Gefechte in der Hauptstadt Tripolis an. Nach Raketenbeschuss steht jetzt ein Öllager am umkämpften Internationalen Flughafen in Flammen. In der vergangenen Woche war bereits ein Benzinlager in Brand geraten, dort schlugen zwei Raketen ein.

Weil auch in der Hafenstadt Bengasi gekämpft wird, verlegte das im Juni gewählte Parlament seine Vereidigungszeremonie ins weiter östliche gelegene Tobruk. Es muss unter anderem eine neue Verfassung schreiben und die Übergangsregierung ersetzen. Das vorige Parlament war daran gescheitert und unzählige Male von bewaffneten Gruppen gestürmt worden.