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Weniger Wachstum, hohe Inflation, hohe Zinsen - die türkische Wirtschaft vor der Wahl

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Weniger Wachstum, hohe Inflation, hohe Zinsen - die türkische Wirtschaft vor der Wahl

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Weniger Wachstum – vermutlich zwei Prozent im Jahr 2014, viel weniger als in den Vorjahren – hohe 8,5 Prozent Inflation, hohe Zinsen von elf Prozent: Vor der Präsidentenwahl in der Türkei sind die wirtschaftlichen Aussichten relativ gemischt.

Krieg und Konflikte in einigen Nachbarstaaten – Irak, Syrien – treffen auch den Export.

Selbst mancher Experte ist nicht sicher: Ist das Glas nun halb voll oder doch halb leer.

Cemil Ertem, University of Turkish Aeronautical Association:

“Wenn wir die türkische Wirtschaft mit der Europäischen Union vergleichen, und mit dem Rest der Welt, können wir sagen, die Türkei ist relativ besser in Form. Auf der anderen Seite machen sich viele Analysten Sorgen wegen der Schulden des Privatsektors, Leistungsbilanzdefizit und der Abweichung von der angepeilten Inflationsrate der Zentralbank. Es gibt unterschiedliche Standpunkte, einige sind sehr negativ.”

Das Wachstum der türkischen Wirtschaft fußt auf einer lebhaften Inlandsnachfrage: Konsum und Investitionen.

Hohe Lebensmittelpreise, eine starke Nachfrage und die scharfe Abwertung der Lira Ende 2013 ließen die Inflationsrate deutlich über den von der Zentralbank anvisierten 5 Prozent steigen.

Die Gefahren laut Beobachtern: Die starke Abhängigkeit von ausländischen Kapitalzuflüssen und ein jahrelanger Konsum-Boom auf Pump.

su mit AFP