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China: Kanadisches Paar soll spioniert haben

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China: Kanadisches Paar soll spioniert haben

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Die chinesischen Behörden untersuchen derzeit den Fall eines kanadischen Auswandererpaares, das Militärspionage betrieben haben soll. Das bestätigte das Außenministerium in Peking. Julia und Kevin Garratt werden demnach verdächtigt, sensible Informationen gestohlen und damit die nationale Sicherheit bedroht zu haben.Ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Die kanadische Botschaft habe eigenen Angaben zufolge Berichte erhalten, denen zufolge das Paar verhaftet wurde. Die chinesischen Behörden bestätigten das nicht.

Wie chinesische Medien berichten, sind die Behörden in Dandong mit dem Fall betraut. Dort betrieben die Garratts ein Café. Die Stadt liegt in der für China militärisch sensiblen Grenzregion zu Nordkorea. Das Lokal des Paares soll in unmittelbarer Nähe des Grenzflusses und der sogenannten Brücke der Freundschaft liegen.

Erst vor einer Woche hatte Kanada chinesische Hacker beschuldigt, im Auftrag des Staates spioniert zu haben. Peking bestritt die Vorwürfe. Der Vorwurf des Geheimnisverrats wird in China sehr breit ausgelegt.