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Gaza: Waffenruhe hält

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Gaza: Waffenruhe hält

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Vier Wochen nach Beginn des Gazakrieges
wachsen die Hoffnungen auf ein Ende des Blutvergießens. Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe wurde bis Dienstagabend sowohl von Israel als auch von der radikalislamischen Hamas eingehalten. In Kairo sollen zunächst indirekte Verhandlungen unter ägyptischer Vermittlung beginnen. Ziel ist es, einen Rahmen für eine dauerhafte Waffenruhe auszuhandeln. Die Standpunkte sind jedoch weit voneinander entfernt. Während die palästinensische Seite sich internationalen Druck und eine gemeinsame Linie der arabischen Staaten wünscht, mit der Israel dazu gebracht werden soll, die Belagerung des Gazastreifens aufzuheben, ist das vorrangige Ziel Israels, weitere Terrorangriffe der Hamas zu verhindern. Langfristig, sagte Mark Regev, Sprecher der israelischen Regierung, müsse man auch über eine Entmilitarisierung des Gazastreifens nachdenken.

Nach Beginn der Waffenruhe strömten viele Bewohner des Gazastreifens zurück in ihre Wohnviertel. Das Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen sagte, die Menschen begännen, die UN-Schutzräume zu verlassen. Es sei zum ersten Mal ein leichter Rückgang der Zahlen zu verzeichnen. Humanitäre Einrichtungen wollen
nun die Versorgung Not leidender Palästinenser verbessern.