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Rosetta trifft Tschuri: Raumsonde erreicht Umlaufbahn des Zielkometen

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Rosetta trifft Tschuri: Raumsonde erreicht Umlaufbahn des Zielkometen

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Nach einer mehr als zehnjährigen Reise durchs All hat die Raumsonde Rosetta die Umlaufbahn des Zielkometen erreicht. Über den Himmelskörper mit dem sperrigen Namen “67P / Tschurjumow-Gerassimenko”, kurz “Tschuri”, will die europäische Weltraumorganisation ESA Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems gewinnen. Das Satelliten-Kontrollzentrum in Darmstadt betreut die Operation.

Mit dem Eintritt in die Umlaufbahn hat die Suche nach einem Landeplatz für die Rosetta-Landeeinheit begonnen. Das Minilabor “Philae” wäre das erste Forschungsmodul, das jemals auf einem Kometen gelandet ist. Es hat zehn Instrumente an Bord, unter anderem ein System aus Sensoren für die Temperaturmessung auf und unter der Oberfläche. Die Landeeinheit und wesentliche Instrumente entstanden unter der Leitung deutscher Institute, insgesamt sind 17 Nationen an der “Rosetta”- Mission beteiligt. “Philae” wird aus dem Lander Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft – und Raumfahrt in Köln gesteuert.

Die Mission begann mit Rosettas Start ins All auf einer Ariane 5-Rakete. Seit März 2004 reiste sie 6,4 Milliarden Kilometer durch das Sonnensystem. Bis Oktober soll ein geeigneter Ort für die Landeeinheit “Philae” gefunden sein.

Im November ist der heikelste Teil der Mission geplant, den Wissenschaftler bereits Monate zuvor simulierten: Nach dem ersten Bodenkontakt der Landeeinheit auf dem Kometen sollen zwei Harpunen abgeschossen werden. Diese sollen dabei helfen, dass Philae trotz der geringen Anziehungskraft auf Tschuri bleibt.