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Deutscher Telekom kommt Bewerber um T-Mobile US abhanden

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Deutscher Telekom kommt Bewerber um T-Mobile US abhanden

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Der Deutschen Telekom ist der bislang aussichtsreichste Bieter für die Mobilfunktochter T-Mobile US abgesprungen. Der US-Mobilfunker Sprint – er gehört mehrheitlich zum japanischen Telekomunternehmen Softbank – will T-Mobile USA nicht übernehmen. Die regulatorischen Hürden seien dem Unternehmen zu hoch, zitiert ein Zeitungsbericht (“Wall Street Journal”) Insider.

Sprint ist der drittgrößte Mobilfunkbetreiber in den Vereinigten Staaten. Durch den Megadeal wäre ein neuer Mobilfunkriese in den USA entstanden mit mehr als 100 Millionen Kunden. Die Wettbewerbshüter pochten darauf, dass Amerikaner weiter die Auswahl zwischen vier landesweiten Anbietern haben sollte.

Als Interessent mit einem offiziellen Kaufangebot für T-Mobile US war vor kurzem der französische Internetkonzern Iliad auf den Plan getreten. Das Unternehmen bietet 11,2 Milliarden Euro für einen Anteil von 56,6 Prozent.

T-Mobile US ist der viertgrößte Mobilfunkanbieter in den USA. Das Unternehmen entstand 2001 mit der Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom AG. Sie hält 67 Prozent an T-Mobile US. In den Verhandlungen mit Sprint war es um 24 Milliarden Euro Gesamt-Marktwert gegangen.

Nach der Absage brachen die T-Aktien um bis zu 5,4 Prozent ein.

Schon vor drei Jahren war ein Verkauf der US-Tochter in letzter Minute am Veto der Kartellbehörden gescheitert – damals war Branchenprimus AT&T der potenzielle Käufer.

su mit Reuters