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TV-Debatte vor schottischem Unabhängigkeitsreferendum

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TV-Debatte vor schottischem Unabhängigkeitsreferendum

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Sechs Wochen vor dem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands sind der schottische Ministerpräsident Alex Salmond und Großbritanniens früherer Finanzminister Alistair Darling bei einem TV-Duell aufeinandergetroffen. Salmond erklärte, Schottland
könne politisch und wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen. Der Labour-Politiker Darling, der im Auftrag der Regierung in London die Gegner der Unabhängigkeitsbewegung anführt, machte dagegen auf die Risiken eines schottischen Alleinganges aufmerksam. Streitpunkt in der Debatte war dabei auch, ob Schottland im Falle der Unabhängigkeit das britische Pfund als Währung behalten kann.

Vor der TV-Debatte hatten die drei großen Parteien im Parlament von Westminster eine Erklärung abgegeben, dass Schottland im Falles eines Scheiterns des Unabhängigkeits-Referendums mehr Freiheiten als bisher zugesichert werden soll. Die Schottische Nationalpartei von Salmond,
die die Unabhängigkeitskampagne in den vergangenen Jahren maßgeblich vorangetrieben hatte, wies dies als Finte zurück.

Die Meinungsumfragen zum Unabhängigkeitsreferendum am 18. September derzeit weit auseinander. Zuletzt war eine Umfrage bekannt geworden, die nur 40 Prozent für die Unabhängigkeit und 54 Prozent dagegen sieht. Andere Umfragen hatten zuvor einen knapperen Ausgang prognostiziert. Eine große Anzahl Wahlberechtigter ist allerdings noch unentschlossen.